Neue Wappenversionen der Ae 6/6

  • Hallo Roger


    Besten Dank für deine tollen Bilder! Damit gratuliere ich dir zur Lok und zu den tollen Bildern - Hag gratuliere ich zu den Fortschritten, "was lange währt wurde hier offensichtlich gut!"


    Hoffe, dass hier Konstanz herrscht (nicht die Stadt...) und alle Loks perfekt geworden sind - natürlich auch alle weiteren Loks...


    Für mich ist der optische Eindruck besonders im Vergleich zur Märklin Baselland frappant (ich mag auch die Märklin Ae 6/6, doch die Hag trifft das Original einfach am Besten;)).


    PS: Trägt die andere Seite eigentlich auch die Schriftzüge SBB - FFS...?

  • Potz Donner, bei der Aufstellung weiss man ja gar nicht, was am schönsten ist? Man weiss nur, was am schnellsten ist: 18 km/h, 26 km/h, 125 km/h. Alles ganz neu glänzend. Womöglich hat der Fendt die fabrikneue Ae 6/6 aus dem Werk geschleppt. ;)Ein damals üblicher SLM 3-Rad Traktor eher weniger.

    Gratulation Roger:thumbsup:


    Komische Frage, wie wurden die Ae 6/6 überhaupt gebaut? Ich nehme an, vom 1. Schritt bis zur mechanischen Fertigstellung in den Winterthurer Werkhallen. Wurden dann die teils schweren elektrischen Komponenten, Trafo, Motoren usw. als Einzelteile von der BBC zur SLM transportiert, oder umgekehrt die halbfertigen roll-, aber noch nicht fahrfähigen Ae 6/6 zwecks einbau der elektrischen Installationen nach Baden zur BBC geschleppt? Womöglich von einem Krokodil? D.h. die Übergabe der fertigen Lok an die SBB erfolgte von BBC Baden aus? Falls ja, waren wohl SLM Vertreter auch mit dabei?


    Gruss

    Hermann

  • PS: Trägt die andere Seite eigentlich auch die Schriftzüge SBB - FFS...?

    Ja, Christian, selbstverständlich: SBB-FFS auf beiden Seiten. Ist ja schliesslich keine Märklin 3050.:D


    Und ich hoffe natürlich auch, dass Dein Spezialexemplar gelungen ist. ;)

    Gruss Roger


    86 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • @ Tinu,

    Aufgrund Deines Beitrags im Nachbarforum merkte ich erst, dass ich über die Auslieferung der Lok noch nichts verlauten liess.

    Ich drücke die Daumen, dass auch Du Dein Exemplar bald in Empfang nehmen kannst und es einwandfrei ist.

    Gruss Roger


    86 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

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    Komische Frage, wie wurden die Ae 6/6 überhaupt gebaut? Ich nehme an, vom 1. Schritt bis zur mechanischen Fertigstellung in den Winterthurer Werkhallen. Wurden dann die teils schweren elektrischen Komponenten, Trafo, Motoren usw. als Einzelteile von der BBC zur SLM transportiert, oder umgekehrt die halbfertigen roll-, aber noch nicht fahrfähigen Ae 6/6 zwecks einbau der elektrischen Installationen nach Baden zur BBC geschleppt? Womöglich von einem Krokodil? D.h. die Übergabe der fertigen Lok an die SBB erfolgte von BBC Baden aus? Falls ja, waren wohl SLM Vertreter auch mit dabei?


    Gruss

    Hermann

    Hallo Hermann


    EINSPRUCH! Ganz viele Ae 6/6 wurden in Münchenstein Baselland fertig gestellt! So auch die ersten 11401 und 11402. Der Schuppen, wo die erste Ae 6/6 zum ersten Mal ans Tageslicht gerollt wurde, steht sogar heute noch!


    Im Ernst, in Münchenstein gab es ein Werk (war das zu Beginn MFO?) der BBC - heute zeugen davon noch ein paar Gebäude, eine Tramhaltestelle an der BLT Linie 10 ("Brown Boveri") und ein bisweilen immer noch grosser Hass auf BBC und deren Nachfolgefirma ABB aufgrund der Schliessung des Werkes.


    In Wikipedia findet sich dazu sogar ein Artikel - demnach war das ursprünglich Alioth: https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrizitätsgesellschaft_Alioth


    In den Loki Spezial lässt sich auch nachlesen, welche Lok wo den SBB übergeben wurde - ich habe (noch) nicht nachgeschaut und tue das bei Bedarf gerne - meine mich aber an folgende Orte zu erinnern:


    Mst für Münchenstein

    Oe für Oerlikon


    Evtl. noch Genf für den Standort von Sécheron - es könnten jedoch auch nur die beiden Ersteren sein.


    Nun bleiben immer noch viele Fragen offen... Auch dazu wird die Literatur Auskunft geben - ich suche dann später einmal...

  • Ja, Christian, selbstverständlich: SBB-FFS auf beiden Seiten. Ist ja schliesslich keine Märklin 3050.:D


    Und ich hoffe natürlich auch, dass Dein Spezialexemplar gelungen ist. ;)

    Hallo Roger


    Das Forum hier ist einfach toll! Ich wusste das mit der 3050 noch nicht - mittlerweile habe ich davon sogar zwei... (die erste ist meine erste Märklin Lok, geschenkt bekommen zu Weihnachten 1976, die zweite eine stark herunter gekommen Lok von einem ehemaligen Kollegen für die Kinder - die fahren heute jedoch lieber mit "Papis High-Tech-Loks...")


    Meine befindet sich noch in den Fabrikhallen bzw. auf dem "Auslieferungsgleis" - ich hoffe jedoch auch schwer, dass sie gut gelungen ist:S Das was du zeigst, stimmt mich jedoch sehr zuversichtlich;)

  • Danke Christian. Aktuell (HAG) Baselland in Baselland, dann passt ja alles;):thumbsup:

    Der Ursprung Alioth ist mir vom Namen her, schon ein Begriff, wusste nur nicht, dass das zu Ae 6/6 Zeiten noch ein Thema war.


  • Richtig: die 11409 wurde in Münchenstein übergeben (wie der entsprechende Eintrag auf ‚triebfahrzeuge.ch‘ belegt)

    Gruss Roger


    86 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Hallo Roger


    Besten Dank für den Tipp mit http://www.triebfahrzeuge.ch/forum/index.php - die Seite ist sehr gut! Habe mich eben registriert, die Freischaltung erfolgte auch sehr rasch.


    Da findet sich auch Bestätigung, dass R2 Zü 30.04.93 an der Hag Re 6/6 11630 stimmt! Zürich als Revisionsort einer Re 6/6 ist hier das Spezielle - aber das ist ja eine andere Baustelle...

  • 11465 - Oerlikon

    Merci Roger, die dürfte dann Mitte bis Ende der Woche „abgeliefert“ werden.

    Ja genau, das war ja im Nachbar-Forum, ist mir erst später aufgefallen, ..so 6 Tage Frühdienst haben ein wenig Nachwirkungen :dash:


    Gute Nacht und einen erfolgreichen Start in die neue Woche, ich geniesse meine beiden Freien Tage und mache einen guten Platz Frei für die 11409 :love:

  • Wer rügen kann, sollte auch loben können, die 11409 Baselland gefällt durch und durch, so wünsche ich mir die Schweizer Qualität.


    Im Netz finde ich die letzten Bilder der Lok um 1992, mit Fahrtberechtigungslampe und ohne UIC Treppe. Im 2002 verunfallte die Lok, hat jemand Bilder der Lok mitte-/ende der 90er Jahre?


    @Roger

    Ist die Dachfarbe silbrig oder eher etwas dunkler? Kann man auf den Fotos schlecht beurteilen


    @Hermann, kleine Bemerkung am Rande, die Ae 6/6 hat eine technische Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h, betrieblich gesehen war 120 km/h die Vmax. Dies begrenzt durch die Zugreihe „A“ welche max. 120 km/h zulässt.

  • Michel,

    ja das habe ich in den Büchern schon gelesen. Bei den ganz ersten Ae 6/6 war sogar nur 110 km/h üblich.

    Es hat schon seinen Grund, wieso ich zur Zeit der Baselland 1956 minus 8 Jahre alt war und nicht etwa Lokführer.... ;)ich wäre gefahren, (auf den Strecken wo es möglich ist), was die Motoren hergeben, Kategorie hin oder her, bis zum roten Dreieck. Mit ganz neuen unverbrauchten Bandagen wären es auch wirklich 125 km/h gewesen. Ein Kompliment beim Vorgesetzten hätte das eher nicht gegeben. Bei den Gästen auch nicht, wenn es mehr als üblich rüttelt...


    Gruss

    Hermann

  • @Hermann

    Spätestens bei der Einführung von ZUB hätte dich das System dann „angemotzt“ 😉

    Apropos Bandagen, die Spielen da eine unter geordnete Rolle, mal abgesehen von der angezeigten zur effektiven Geschwindigkeit, dies wurde mittels Scheiben am Tachogeber so halbwegs gelöst. Neue Bandagen haben eine glättere Oberfläche und somit weniger Adhäsion ;)

  • @Michel

    Die Dachfarbe ist im üblichen hag-Panzergrau gehalten. Aber wenn das auf Fotos nicht genau klar wird, heisst das eigentlich nur, dass die Farbe gut getroffen wurde.


    Bilder eines Exemplars mit Silberdach wird Dir demnächst Christian zeigen können :)

    Gruss Roger


    86 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Hallo Roger

    Finde die Dachfarbe auf dem Foto sehr gut getroffen, vor allem kann man die Lok so auch in den späteren Epochen benützen, was mit dem silber Dach nicht geht.


    Welches ist den nun die Standart Dachfarbe, silber oder HAG-Panzergrau? Wählen konnte man dies bei der Bestellung meines Wissens nicht, oder doch?

  • Hallo Michel


    Ja, da kann für einmal ich dienen...


    Ich habe damals begonnen, Eisenbahnen zu fotografieren - allerdings noch mit einer sehr einfachen Kamera (M-Optic, 35mm Film); danach sind Fotoalben entstanden, bis hinein in die Zeit mit der Dynax 700si (eine geniale Kamera...).


    Nun, ich kann dir ein Bild mit der Frontansicht aus 1994 zeigen. Das Bild entstand am SEV Jubiläum im Areal des alten Depot Basel. Die Lok hat damals wohl gerade ein neues "Momo-Kontrollerrad" erhalten. Der Lokführer, welcher die Lok erklärte war jedenfalls froh um die Kinder, die am Rad "riegelten"...



    Nachher habe ich sie ein weiteres mal fotografieren können, am 29. Juli 1996 in Olten. Mittlerweile hat die Lok die "UIC-Ausrüstung" (Treppe, Handlauf) erhalten:



    Ich habe aus dem Bild noch Details fotografiert; die Front mit sichtbarem "UIC-Gedöns" sowie die Mitte, wo ich meine, orange Dachleitungen zu erkennen:


        


    Die Bilder habe ich mit dem iphone aus dem Album abfotografiert...


    Das mit dem Dach ist eine andere Geschichte. Ich berichte dann darüber.


    Auf jeden Fall ist das Modell sehr gut geworden - auch von mir Hut ab, gut gemacht HAG!

    Hallo Hermann


    Denke an die 11414 "Bern", welche schon über 200 km/h gefahren ist - die Laufruhe soll recht gut gewesen sein:rolleyes: Das ist jedoch wieder eine andere Geschichte...


    So, jetzt geht es an den Kindergeburtstag (ans Organisieren:hey:)

  • 11652

    Besten Dank für die Bilder, die helfen mir enorm weiter.


    Du hast nicht zufällig noch die Anschrift notiert? Mit UIC Treppe etc. auf deinem Bild müsste sie die Rev. Anschrift R1 Be 19.03.91 tragen.

  • Das ist jedoch wieder eine andere Geschichte...

    ... es war ein Fehler!

    man hätte besser weitere 117 Stk Ae 6/6 schneller gemacht, statt die 11414 wieder langsamer. Die 11414-Versuchsfahrten 1968/1969 waren ja äusserst erfolgreich verlaufen! 130-160 km/h in der CH und BRD Forchheim - Bamberg 200(-225?) km/h. Ende 1969 wieder Rückbau. Späterer Versuch zur Reihe R (erhöhte Kurven Geschwindigkeit) wurde aufgegeben. Immerhin gradaus in der Ebene wären die Ae 6/6 sehr schnelle Lokomotiven gewesen, wenn es die SBB denn gewollt hätte. Zugegeben, 1969 gab es in der CH nur ganz wenige Strecken für 140 km/h, geschweige für 200 km/h. Und selbst wenn, es gab noch für Jahrzehnte keine Schweizer 200 km/h Wagen! Immerhin ab 1961 den RAe TEE, V/max 160 km/h. Und als Lokführer bei 200 Km/h die Signal Fahrbegriffe auseinander zuhalten, das wäre jetzt auch nicht so mein Ding gewesen, sondern mehr ein raten.


    Das ist das Schöne an der Modellbahn: ALLES ist erlaubt! Und besonders die Fahreigenschaften der HAG Ae 6/6 lassen keine Wünsche offen:thumbsup:. Man kann damit im Langsamstbereich Rangierfahrten durchführen oder die Versuche von 1969 wiederholen und möglicherweise noch etwas überbieten?...


    Gruss

    Hermann

  • Waren denn die Umbauten der 11414 für die Schnellfahrversuche, gleichbedeutend wie für die Zugreihe R in der Schweiz?

    Es geht ja bei der Zugreihe R nicht nur um eine schnellere Geschwindigkeit, auch die Mechanik in den Drehgestellen für den Kurvenlauf muss geändert werden.

    Oder war es nur ein "einfacher" Umbau, weil es bei den Schnellfahrversuchen zwischen Forchheim- Bamberg nur um Geschwindigkeit ging und diese Deutsche Strecke weniger Gleisbögen als vergleichsweise die Strecken in der Schweiz hat?

    Als sichtbares Zeichen dieser Schnellfahrversuche waren bei der 11414 war äusserlich das Federnpacket nachher "verschalt".

    Späterer Versuch zur Reihe R (erhöhte Kurven Geschwindigkeit) wurde aufgegeben.

    In den 1980er, später in den 1990er Jahren wurde wegen einem Umbau auf über Studien auf Zugreihe R, dazu, berichtet.

    Ich weiss noch, als nach Lieferung der Re 6/6 die Ar 6/6 vermehrt auf Nebenlinien eingesetzt wurden, tobten die Bahnmeister der Nebenlinien über diese "Kurfenmörder".

  • Bei den ganz ersten Ae 6/6 war sogar nur 110 km/h üblich

    Hallo Hermann und Kollegen


    Obschon die Ae 6/6 für eine Vmax von 125 km/h gebaut wurde, durfte sie nach erfolgten Messungen der dynamischen Rad-Schienenkräfte auf Weisung der Bauabteilung GD nur mir einer Vmax von 110 km/h und über Weichen sogar nur mit einer Vmax 100 km/h verkehren. Das war m.W. solange gültig, bis der damalige Direktor der Bauabteilung in den Ruhestand trat. Unter dem nachfolgenden Direktor hat man die ganze Sache noch mal geprüft und schon bald durften die Ae 6/6 mit einer Vmax von 120 km/h verkehren, also nach Zugreihe A ohne Einschränkung.


    Was genau die Messungen der in Deutschland durchgeführten Testfahrten mit der umgebauten 11414 ergaben, entzieht sich meinen (momentanen) Kenntnissen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein Umbau der ganzen Serie (Federung, Getriebe) zum damaligen Zeitpunkt (wirtschaftlich) nicht mehr zielführend war, insbesondere auch im Hinblick auf die damals bereits bestellten grossen Baulose der Re 4/4 II und der anvisierten Re 6/6 (Reihe R und Vmax 140 km/h). Die Ae 6/6 wurde ins Flachland verschoben, wo sie jahrelang den schweren Güterzugsdienst zur Zufriedenheit aller versah! Und die Laufeigenschaften der 6/6 bei V >100 km/h waren wirklich nicht besonders gut. Am besten waren/sind die Laufeigenschaften dieser Lok unter Last mit einer grossen Anhängelast (z.B. 1600 t) und einer Vmax von 80 km/h.


    Noch was zum Thema Schnellfahrten mit der Ae 6/6: Seinerzeit waren die schweren Nachtschnellzüge im Wallis mit Ae 6/6 bespannt. Eines Nachts bemerkte der Zugsdisponent der Fernsteuerung, dass ein von Brig in Richtung Lausanne fahrender Schnellzug bei jede Zwischenstation immer mehr Vorsprung auf den (ansonsten knapp bemessenen) Fahrplan aufwies und auch viel zu früh in Lausanne eintraf. Eine Nachfrage beim Lokführer und eine nachträgliche Sichtung der auf dem Tachostreifen aufgezeichneten Geschwindigkeit ergab, dass die Lok nie schneller als 120 km/h fuhr. Weitere Nachforschungen haben dann ergeben, dass in der Werkstätte irrtümlich anstelle des für den V-Messer der Ae 6/6 passenden 'Achsgeber' (Dreiphasengenerator) ein Exemplar eines RBe 4/4 montiert wurde. Berechnungen ergaben, dass die Lok sehr, sehr viel schneller denn 120 km/h gefahren ist - zum Glück hat das die Bauabteilung nicht mitbekommen ...