Hag Re 450 digitalisieren

  • An der Oftringer Börse anfang Januar 2020 erfüllte sich für mich ein lang gehegter Wunsch. Bei einem Händler konnte ich eine neue Komposition in DC mit gelben Türe, also in der Ursprungsausführung zu einem sehr fairen Preis eintüten. Nach dem auspacken stand zuerst das digitalisieren an. Einen ESU V4 Decoder hatte ich glücklicherweise vorrätig und so konnte das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden.

    Der Umbauplan sieht etwa so aus:

    - Decoder in Lok und Steuerwagen einbauen

    - Lichtprint auf warmweisse LED umbauen, Fahrzielanzeige auf LED umbauen

    - Führerstand beleuchten

    - Innenräume der Wagen beleuchten (Lichtleisten von Railroad 24 mit Goldcap Flackerschutz)

    - alterung der Fahrzeuge


    Maschinen Umbau

    nach dem öffnen der Lok wurden alle überflüssigen Verbindungen ausbauen. Der Lichtprint ist zum digitalisieren ungeeignet, da der Lichtwechsel mittels umpolen der Gleichspannung realisiert wurde. Als Basis kann der Print jedoch weiterverwendet werden.

    moba-forum.ch/wcf/index.php?attachment/33164/


    Originalprint mit gelben, schwachen LED



    umgebauter Lichtprint mit warmweissen und roten SMD 0402 LED



    Mit den neuen LED sieht das Resultat bedeutend besser aus. Die originale Beleuchtung für die Zugzielanzeige wurde ebenfalls mittels einer LED ersetzt


    Mittlerweile wurde es doch etwas eng im Maschinenraum. Der 2200 er Kondensator benötigt doch ziemlich Raum.


    vielleicht eine etwas drastische Massnahme, trotz Radschleifer wird die Masse der Lok beim Antriebsdrehgestell nicht abgenommen. Trotzdem bleiben die Fahreigenschaften des Modells sehr bescheiden. Die Lok mag keine Kurvenüberhöhungs-Übergänge. Im Vergleich zu den Hag Loks die auf der Anlage im Einsatz sind, entäuschend. Wie habt ihr das gelöst?



    Vor dem zusammenbau der Lok wurde im Führerstand das Pult sowie der Fussboden farblich angepasst.




    Lok und Steuerwagen mit wechselnder Spitzenbeleuchtung (F0)und zusätzlich geschalteter Zugzielanzeige (F1)



    Führerstandsbeleuchtung (F2)



    Führerstand und Vorraumbeleuchtung von der Seite


    Die Innenbeleuchtung im Zug ist nicht schaltbar, das System erkennt so die Gleisbelegung. Die Anschlussvorbereitung von Fleischmann ist einfach und genial zugleich. Im Türbereich sind Federzugklemmen für einen Lötfreien Anschluss vorgesehen.





    zwei Beleuchtungsprints mit Goldcap, für beide Etagen.

    Nun ist warten angesagt. Beim Händler habe ich Stromabnehmer für den B und AB bestellt, anschliessend kann die Arbeit weitergehen.

  • Andy - mit Ausnahme von Bild 05 ist kein einziges Bild sichtbar. Da lief wohl etwas falsch beim Upload. Ist mir kürzlich auch passiert. Mir lief eine junge Katze über die Tastatur - und weg waren alle Anhänge, auch wenn sie im Text noch angezeigt wurden ...

  • Danke Roland für den Hinweis. Eine Katze habe ich zwar nicht, trotzdem musste ich beim schreiben ein mal über die Wiederherstellung. Ich hoffe, das mein malheur beseitigt ist. Auf dem Smartie habe ich soeben den Beitrag geöffnet und die Bilder sind nun da.

    GRuess Andy


    Bauweise: Modulbahn mit eigener Norm
    Thema: Mitteland / Jura / Bahnhof Bipp
    Gleismaterial: Peco Code 75, Rocoline
    Steuerung: ESU Ecos (SW 4.0.2)
    Decoder: Weichen: ESU Switchpiloten, Signale / Licht: Qdecoder
    Melder: ESU Detektoren
    Software: Modellstellwerk 10.1 Beta, Darstellung: SBB Iltis

  • Yep, Bilder sind einwandfrei sichtbar.:)

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Mittlerweile wurde es doch etwas eng im Maschinenraum. Der 2200 er Kondensator benötigt doch ziemlich Raum.

    Vielen Dank für Deinen Umbaubericht, Andy!


    Welche Verbraucher speist Du alle mit deinem XXL Kondensator?

  • Hallo Andy


    Danke für deinen sehr interessanten Umbaubericht!

    Sehr interessant finde ich dass in meinen beiden Re 450 ein völlig anderer Print verbaut ist als derjenige im ersten Bild von Dir:). Anbei Bilder der beiden (ebenfalls verschiedenen!) Prints.


    Dieser Print stammt aus einer ab Werk digitalisierten AC Re 450. Diese habe ich auf DC Digital umgebaut.


    Und dieser Print stammt aus einer DC analogen Re 450.


    Gruess,

    Patrick

  • Hallo Andy


    Besten dank für das teilen des Umbauberichtes. Bezüglich der Masseverbindung empfiehlt sich bei HAG generell wo möglich beide Schienenseiten direkt mit dem Print zu verbinden um somit eine saubere Verbindung zu erhalten.


    Meine Erfahrung zeigt, dass meist auch ein kleinerer Kondensator schon ausreicht, ich habe generell 940 uF (2x 470 uF) verbaut und dies reicht bei HAG eigentlich sehr gut.


    Interessant finde ich den Hinweis bezüglich Fahreigenschaft, da hatte ich bislang keinerlei Einschränkungen. Drehen die beiden Drehgestelle sauber in alle Richtungen, ohne das Kabel den „Freilauf“ behindern?


    Patrick

    Je nach Produktionsjahr sehen die Prints leicht anders aus, ich hatte bislang drei verschiedene LED Prints in den Re 450 (oldHAG)


    @Roman

    Der Kondensator oder auch das PowerPack dient als Pufferspeicher am Decoder, sprich es puffert den Decoder und dessen Funktionen, 1. Prio ist der Motorausgang, bleibt dann noch Kapazität übrig puffert der Decoder noch die Lichtausgänge etc.


    Wie das der Decoder genau macht, teilweise noch eine Einstellungssache und teilweise effektiv nur der Motorausgang ist vom verwendeten Decoder abhängig, da empfiehlt es sich das Handbuch des Decoders zu konsultieren.