Die beste Ausrede bei Modellbau-Pfusch: Es ist Original

  • Der gleichnamige Thread, den ich einst hier eröffnet hatte, wird heute um eine neue Unglaublichkeit erweitert.
    Manchmal traut man seinen Augen wirklich nicht, wenn man so durch die Schweiz reist. Jedenfalls hätte ein Modellbauer mit folgendem Objekt bei mir keine Gnade gefunden, wenn er es auf seiner Anlage so gebaut hätte, wie ich es in der Realität entdeckte. Auch Oski hätte bestimmt die Stirn gerunzelt und einen Vortrag über Statik gehalten (nachdem er ja bereits - grundsätzlich zu Recht - meine Fabrikfenster beanstandet hatte, an denen ich zur Zierde(!) :D an einem geraden Fenstersturz einen Schlussstein angedeutet hatte). Hier also, ein Viadukt, das im Modellbau auf keinen Fall durchgehen würde!



    Selbstverständlich wurde hier der Statik mit dem Betoneinsatz im Original Rechnung getragen, aber wenn ein Modellbauer ein Viadukt so bauen würde, würden alle mit dem Finger auf den Stützbogen zeigen, der hier plötzlich aufhört und seine ursprüngliche Funktion ganz offensichtlich nicht mehr erfüllen kann. Obwohl ich eine solche Problemlösung auf einer Modellbahn wirklich nicht sehen möchte :banned: - sollte mal irgend ein ähnlicher Knorz nötig sein, könnt ihr immer noch auf das Vorbild in Gelterkinden verweisen... :search:

    Gruss Roger


    78 grüne Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Roger, letzten Freitag fuhr ich unter genau diesem Viadukt durch und dachte das gleiche wie du - auf der Modellbahn würde das so nicht durchgehen. Ich hatte genau dieses Problem mit meiner Brücke der Nebenstrecke und musste schlussendlich die Trasse etwas höher bauen, um diese Ausschnitte zu verhindern :fie:


    Martin

  • würden alle mit dem Finger auf den Stützbogen zeigen, der hier plötzlich aufhört und seine ursprüngliche Funktion ganz offensichtlich nicht mehr erfüllen kann.


    Lieber Roger
    Wirklich ein super Bild! Statisch funktioniert das aber weiterhin, denn bei einem Stützbogen müssen die beiden seitlichen Stützstellen nicht auf der gleichen Höhe fundiert werden. Meistens wird das zwar auf gleicher Höhe gemacht. Der Uebergang vom Bogenmauerwerk zum Fundament wirkt als Gelenk "frei drehbar".
    herzliche Grüsse
    Oski

  • Ich denke mal, das passt hier sehr gut hinein...

    Ja Mättu, genau solche Beiträge sind hier erwünscht. Nicht nur der Hydrant ist gut platziert, sondern auch die Treppe erfüllt einen recht fragwürdigen Zweck.... :rolleyes:

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Man sieht es doch gut: Es ist die Treppe für den Unterhalt des Mastfusses :D
    Im Ernst: sicher wurde oberhalb der Stützmauer eine Busspur errichtet und dabei der Gehweg weggeplant. Die Fahrbahnplatte besteht jedenfalls aus neuem Beton und die Masten stehen auch noch nicht sehr lange in den Halterungen.
    herzliche Grüsse
    Oski

  • Da soll noch einer sagen, die Pfeiffenputzertannen seien unrealistisch:




    Dieses Exemplar steht in Mont-Tremblant, Kanada. Das Vorbild kommt doch dem Modell doch schon erstaunlich nahe. ^^


    Gruess aus Kanada, Martin :huntsman:

  • Martin, Du hast das perfekte Modellbahnerauge: Sogar Pfeifenputzertannen im Original werden registriert... :this:

    Gruss Roger


    78 grüne Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Heute ging ich wie schon oft an unten abgebildetem Haus vorbei:



    Dabei stutzte ich plötzlich!
    Denn etwas an diesem Gebäude war genauso ausgeführt, wie ich es am 'Grandhotel Pieperhorn' erst 'fälschlicherweise' gebaut hatte - und wegen architektonischer Unglaubwürdigkeit abänderte (wobei die neue Version vor unserem Spezialisten Oski ebenfalls durchfiel, weil ich damit einfach einen anderen Fehler begangen hatte :evil: )


    Was ist also an diesem Haus äusserst ungewöhnlich? (habe ich so noch nie bewusst gesehen)

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.