Wieder schliesst einer

  • Ich war heute kurz im Amiba in Wetzikon, war auf der Suche nach den Märklin Schrauben für M-Gleis. Leider hatte er auch keine mehr.

    Da teilte er mir mit dass Ende 2022 fertig sein wird mit Amiba. :(

    Langsam verschwinden immer mehr die klassischen Modellbahnläden wo mann fast immer alles findet.


    Gruss Patrik

    Fahre AC auf M-Gleisen mit allem was mir gefällt. Anlage im Bau. Kopf voller Ideen.

  • I was there last Saturday ( in Switzerland for the Ae 8/14 run on Sunday). They did indicate a bit of online after 2022 for an undetermined timeframe with transition to retirement.

  • Tja, schade, aber der Lauf der Zeit. Amiba ist/war für mich einer der interessantesten MoBa-Geschäfte, bei dem ich immer wieder etwas Nostalgisches fand… aber wann war ich denn das letzte Mal dort? - Vor Jahren! Das Internet hat solche Läden bei mir längst ersetzt. Traurig.


    Und die Brechbühls sind ja mit mir auch älter geworden… und ich kratze auch bald am Pensionsalter so ist das nun mal. ;(

    Gruss Roger


    97 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Ankündigung auf der Benz-Webpage:


    Nach über 40 Jahren geht die Ära Benz Modellbahnen & Spielwaren AG zu Ende.


    Per 31. März 2023 gehen wir in den wohlverdienten Ruhestand und das Geschäft wird geschlossen.

    Gültige Gutscheine müssen bis zur Schliessung eingelöst werden.


    Ein ganz grosses Dankeschön für Ihre jahrelange Treue!!

    Rolf und Marlies Zahn-Benz


    Gruss


    Roland

  • Hoi zäme


    Bei Benz gekauft, ein DR Flachwagen aus der Produktion von ETS



    Originalbeladung war merkwürdigerweise ein weinroter DB Bahnbus.


    Schade, dass das Geschäft schliesst!


    Gruss Barni

  • Ja, Rolf und Marlies!

    Rolf, man muss ja leider sagen war, noch ein FACH-Händler! Bei ihm hat man immer einen guten Rat erhalten. Stets bestrebt, seinen Kunden zu helfen. Leider ist das vielen abhanden gekommen, Hauptsache, die Ware ist verkauft.

    Ich werde den kleinen, verwinkelten feinen Laden und die beiden vermissen. Ich wünsche Marlies und Rolf alles Gute im wohlverdienten (Un-)Ruhestand

  • Ja. Er initiierte eine der seltensten Ae 6/6. War damals zur rechten Zeit am rechten Ort. Habe das Modell seither nie mehr gesehen.

    Stöberte auch immer gern im Laden und kam nie mit leeren Händen heraus. :love:

    Gruss Roger


    97 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Nach einem Telefon mit Hermann kontaktierte ich Frau Neissers WebPage. Da war zu lesen:



    Mit diesem Laden verbindet mich eine doch recht lange Zeit. Anfangs der 70-er Jahre absolvierte ich meine Lehre in der Binz in Zürich. Ich fuhr da täglich am Laden von Neissers an der Ecke Gruben-/Uetlibergstrasse vorbei. Eines schönen Tages betrat ich doch noch mal den Laden. Angetroffen habe ich eine weinende Frau Neisser, die mir erklärte, dass eben ihr Mann beim Unfall der DB in Aitrang auf der Rückfahrt von den Nürnberger Spielwarenmesse im TEE-Zug ums Leben gekommen sei.


    Ein grossartiger Kunde wurde ich dennoch nicht. Damals waren die MoBa-Sachen noch sehr teuer - für den Lohn eines Stiftes, zudem war ich gerade daran (auch aus Kostengründen) von den alten Buco- und HAG-Spur 0 Modellen auf H0 umzusteigen.


    Danach war dann lange Jahre Ruhe mit dem Hobby und den Ladenbesuchen. Später traf ich sie dann mal im Roundhouse. Natürlich erkannte sie mich nicht mehr. Im Laden an der Birmensdorferstrasse war ich bisher kaum mehr als 3 Mal: das erste, das letzte und das einzige Mal ....


    Von diesem Besuch zusammen mit Hermann haben wir an anderer Stelle hier im Forum berichtet. Auf jeden Fall, es war ein Erlebnis der besonderen Art!


    Trotz dem - gelinde gesagt - doch sehr sonderbaren Verkäufer-Verhalten fand ich Frau Neisser als eine Institution. Sie hat ein Alter von über 90 Jahren erreicht und deshalb ist es für mich verständlich, dass sie nun das Geschäft schliesst.

    Gruss


    Roland

  • heute waren Roland und ich mal wieder unterwegs zum Modelleisenbahn Laden Frau M. Neisser in Zürich, an der Birmensdorferstrasse. Solange es diese Möglichkeit noch gibt. Auf ende Jahr wird das Geschäft geschlossen.


    Der Anfang heute war erstaunlich freundlich und aufgestellt. Aber von wegen es gäbe Rabatt, es ist genau so wie im HAG Forum beschrieben. Die Preise sind jenseits vom Mond abgehoben. Um diese nicht mehr ganz junge Geschäftsfrau zu erleben, ist es trotzdem ein Besuch der Wert. Bei aller Kritik, sie hat jeden anderen Modellbahnladen bisher überlebt, das muss man Ihr anerkennen.


    Aber ansonsten, ihre Preise sind nicht nachvollziehbar: teilweise werden uralte Fulgurex H0 Modelle mit Preisen angerschrieben, welche für die Lemaco Ausführung gelten würden. Oder für die Märklin Spur I Sonderserie Lok SBB Am 4/4 18462 behauptet Frau Neisser, die hätte einen Märklin Preis von 4000.- gehabt.


    Es ist noch spannend, Leute zu erleben, welche keine Hemmungen mehr haben: Kurz und bündig meinte Frau Neisser zu Roland und mir: "macht Werbung für meinen Laden, der sei nur noch bis ende Jahr geöffnet, aber ihr 2 kommt erst wieder wenn ihr Geld dabei habt"! Dabei hatte ich ja ganz ordentlich dabei... Aber nicht für Preise hinter dem Mond zu bezahlen.


    Vielleicht stellt Roland noch ein paar Fotos ein?


    Nur schon der Abgang war heute sonderbar, Nachbars Katze machte keine Anstalten, mein Velo frei zu bekommen. Aber ich kann doch Roland nicht per Velo abholen? Was würde da die Polizei dazu sagen, abgesehen davon, dass ich mit dem Velo viele Stunden benötigen würde.


    Als Erinnerung gab es immerhin einen HAG Containerwagen "M. Neisser" und dazu einen Sauer H0 Lastwagen, aber auch für einen ganz gesunden Preis. Nix da mit Caritas Preisen.

        


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Vielleicht kannst du am Schluss das Firmenschild günstig erstehen. :D


    Ach wie schön, ein Foto das Erinnerungen an meine alte Wohngegend weckt.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • "M. Neisser" und dazu einen Sauer H0 Lastwagen

    Hätte jetzt nicht gedacht, dass es zu Zeiten von Frau Neisser schon Lastwagen gab.🤭

    Gruss Roger


    97 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Longimanus damit Caritas und Neisser im gleichen Haus sind, ist eine Zweckgemeinschaft. Den wer bei Neisser einkauft, kann gleich zur Caritas, damit er noch was zu essen hat. 🤣

    Was anderes hast Du Dich zufällig geachtet ob der rote grafiti Pfeil von Märklin noch dort rumsteht?


    Gruss Patrik

    Fahre AC auf M-Gleisen mit allem was mir gefällt. Anlage im Bau. Kopf voller Ideen.

  • Hoi zäme


    haha, ja das ist tatsächlich Ironie in Reinkultur. Aber ok, so schlimm war Frau Neisser au nid. Was ich bei ihr gepostet habe, war nur ganz wenig überzahlt und seit Schneebeli weg, gab es sonst nirgendwo mehr Spur 0


    Gruss Barni

  • Guten Abend Barni,

    wir können ja noch die Ansicht von Roland abwarten, was er dazu meint?

    Doch, ich war schon einigermassen erstaunt, in welchem Kontrast Ihre Bekanntmachung zur Wirklichkeit stand.


    Aber es würde mich auch nicht wundern, wenn sie bis auf Ende Jahr ihre Sachen verschenkt, oder frustriert entsorgt oder nochmals 100% preislich draufschlägt. Bei Ihr ist nichts und alles möglich.


    Sie versteht nicht, dass die meisten potentiellen Kunden mutmasslich wissen oder annehmen, oder ahnen, dass diese Frau finanziell unabhängig von ihrem Eisenbahn-Geschäft leben kann. Dagegen spricht ja auch rein gar nichts. Es gibt z.B. auch andere Leute, welche nicht alleine vom Chauffeurgehalt des kleinen 15 PS Traktörli leben müssen, oder andere Leute von der Katzenzucht. Aber (zumindest nach meiner Ansicht) hat die eigene finanzielle Unabhängigkeit / Abhängigkeit rein gar nichts mit dem üblichen Geschäftsgebaren zu tun?!? Koll war 1978 einer der ersten Leute, welcher Systematisch Märklin H0 Preise erfasste. Später kam das Internet dazu. Die ganz überwiegende Mehrheit der heutigen Käufer haben ein ausgesprochen gutes Preis-Sensorium. Niemand erwartet, dass Frau Neisser oder sonst wer z.B. eine Bockholt-Spur I Lok für 300.- Franken verkaufen wollen würde, welche preislich bei Herstellerpreis ca. CHF 18`000.- (oder mehr) war. Aber alte häufige Fulgurex H0 Modelle zu Lemaco Preise ansetzen, ältere Märklin H0 Blechwagen welche bei Bahnorama für 15.- angesetzt werden, mal mit CHF 80.- verkaufen wollen und das Ganze unter der Bekanntmachung: Geschäftsaufgabe per 31. Dezember 2023 // Kommen Sie vorbei und profitieren Sie sofort von exklusiven Rabatt Aktionen. Wenn man bedenkt, was es für einen Aufstand gab, weil Coca-Cola den Preis gleich lies, aber den Inhalt von 0,5Liter auf 0,450 senkte, da braucht sich der letzte Zürcher Eisenbahnladen nicht zu wundern, wenn sich die Begeisterung in engen Grenzen hält und es an Kunden-verschaukeln grenzt.


    Anderseits, jeder welcher in diesen Laden geht, ahnt was es auf sich hat, jeder Kunde kommt freiwillig. Jeder Geschäftsführer / Inhaberin kann innerhalb vom gesetzlichen Rahmen selber definieren, wie man sein Geschäft führen will. Ein Billett bei Emil Steinberger kostet auch seinen Preis, ein Nachtessen mit dem US ex Präsidenten Obama kostet, Irrtum vorbehalten, ab CHF 500`000.- , da ist man mit einem H0 HAG Originell Neisser-SBB Wagen noch ganz gut bedient.


    benschy

    Nein Patrick, leider kann ich Dir nicht sagen, ob dieser Märklin Rote Pfeil noch da war, ich habe mich mehr auf die Messing Modelle fokussieren wollen.

    Und auf irgend etwas, wo das M. Neisser Logo & Schriftzug abgebildet ist.


    Roland wird sich gelegentlich sicher auch noch melden, er hat glaube ich, ein paar Fotos gemacht. Vielleicht weiss er mehr dazu.


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Hoi Hermann


    Ja eventuell hast du ja recht; allerdings glaubi nid, dass Sie was verschenkt. Gerade bei der Spur Null sind ja diverse Modelle gar nicht mehr verkäuflich gewesen, weil "ihr Sohn" die Modelle behalten wollte.


    Gleismaterial in Spur Null hat sie wahrscheinlich keines mehr, das habe ich Ihr vor zwei Jahren en bloc abgekauft; zu einem an sich annehmbaren Preis, wenn man davon absieht, dass sie in die Pecoschachtel noch ein Lima- und ein Rivarossiflexgleis geschmuggelt hatte, haha


    Gruss Barni

  • Hermann hat das sehr schön und mehr als nur anständig beschrieben, ich werde da etwas deutlicher ...


    Beim Betreten des Ladens war Frau Neisser wirklich die Höflichkeit in Person - aber nicht sehr lange. Sie kann einfach nicht verstehen, dass wir als Kunden das kaufen wollen, was wir wollen und nicht was sie uns verkaufen will.


    Zum 50 Jahr Jubiläum liess sie bei HAG eine Serie von 50 Wagen produzieren. Es handelt sich um diesen Wagen:


    Dieser Wagen stand auf einem Gleis beim Schaufenster. Hermann wollte diesen kaufen, aber der sei nicht verkäuflich, sie müsse zuerst schauen, ob sie den selber schon habe.

    Wir fanden dann aber noch ein weiteres Exemplar und dann hiess es plötzlich: ja - der kostet Fr. 200.- Den Preis bestimmte nicht Frau Neisser sondern ein anwesender Mann - ich weiss nicht, ob das ihr Sohn war - auf jeden Fall ein total arrogantes A .... (Sorry für den Ausdruck, trifft aber zu ...)


    Für den gleichen Wagen (der im Bild oben) hatte ich 2021 schon viel bezahlt - nämlich Fr. 108.- .... Wir fanden dann noch einen HAG Wagen, der mit zwei für Neisser bedruckten Herpa-Containern bestückt war. Die Betriebsnummer deutet auf einen Artikel 394 Rungen-Wagen hin. Es ist sicherlich eine Eigenkreation von Neisser, aber immerhin mit einem Erinnerungswert (deshalb nehme ich ihn auch in die HAG Produktedatenbank auf), aber die dazugehörende Schachtel passte gar nicht zum Wagen ...




    (Foto Hermann Ostermayer)


    Wie Hermann bereits erklärt hat, bezeichnend war die Diskussion über den Preis der roten Am 4/4 in Spur 1. Der Preis war ursprünglich um die Fr. 2000.- und Frau Neisser behauptete, es wären Fr. 4000.- gewesen. Das Modell sei wertig, es sei ja von Märklin. Sie gebe das Modell aber für Fr. 2000.- ab. Da konnte ich nicht ruhig sein und stellte fest, dass mich ein ursprünglicher Katalog-Preis nicht im Geringsten interessiere, das ist heute nicht mehr als eine Hausnummer. Das Einzige was zählt ist der Marktpreis, also das was heute dafür bezahlt wird. Davon wollte sie natürlich nichts wissen.


    Sie wollte uns bei diversen Modellen belehren. Da kommt sie aber bei Hermann an die falsche Adresse! Denn wenn einer die verschiedensten Modelle kennt, dann ist es sicher Hermann. Ich machte ganz dezent den Hinweis darauf, dass Hermann mal der Dorenbach Eigentümer gewesen ist und somit garantiert über ein profundes Wissen verfüge (etwas, wo ich immer wieder nur staunen kann!). Danach verhielt sie sich aber deutlich ruhiger mit den Belehrungen .... Mich hätte sie ja sicher belehren können, aber sicher nicht Hermann .


    Wie Hermann schrieb, ich habe noch einige Fotos geknipst:








    Sehr viele Modelle sind ganz einfach massiv überteuert. Da nützen auch die angebotenen 10 resp. 30% Rabatt nichts.


    Aber eben, unser Ziel war es, den Laden nochmals zu besuchen und gezwungen, etwas zu kaufen, waren wir auch nicht .... Das Erlebnis war es aber wert!


    Benschy: den Grafitti Märklin Roter Pfeil haben wir nicht mehr gesehen.

    Gruss


    Roland

  • Was ihr schreibt war schon bei meinem letzten Besuch vor geschätzten 20 Jahren so: sie machte mich penetrant auf Artikel aufmerksam, die sie verkaufen wollte. Was ich wollte war entweder nicht verkäuflich oder krass überteuert. Das ist kein Ladengeschäft, sondern ein öffentlich begehbares Museum. Und dies nicht erst seit kurzem.

    Da ich inzwischen über eine eigene Sammlung verfüge, muss ich das Neisser-Museum nicht mehr frequentieren.

    Gruss Roger


    97 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.